Anreise
Die Mehrzahl der Charterbasen liegen an der Deutschen Ostseeküste. Viele Segler starten von dort aus ihren Törn, der an der heimischen Küste entlang oder in die dänische und schwedische Inselwelt führt. Üblicherweise findet daher die Anreise im eigenen PKW statt. Das Einkaufen in den heimischen, bekannten Supermärkten zu Beginn der Reise macht den Törn nicht nur günstiger, auch „Fehlgriffe“ ins Regal bleiben die Ausnahme.
Wetter
Die Segelsaison beginnt üblicherweise Ostern und endet im Oktober. Die vorwiegende Windrichtung ist Nordwest. In den Sommermonaten setzt sich häufig ein stabiles Hoch aus Osten durch und bringt ein angenehm mildes Klima mit sich. Im Herbst wehen deutlich stärkere Winde. Fast alle Schiffe sind mit Heizung ausgestattet, so dass der Aufenthalt auch in der kühleren Zeit angenehm ist.
Wassersportrevier
Wenn die Crews von den Charterstützpunkten an der schleswigholsteinischen Küste starten, liegt eines der schönsten Segelreviere Europas vor Ihnen. Ein beliebtes Ziel ist die Dänische Südsee. Tatsächlich gilt das knapp einen Segeltag von der deutschen Küste entfernte dänische Inselmeer, das bei Sonnenschein und blauem Wasser an die richtige Südsee erinnert, als ideales Seegebiet.
Das Revier erstreckt sich vom Kleinen Belt im Nordwesten bis zum Smålands-Fahrwasser im Südosten und bietet mit einer Vielzahl von modernen Marinas, kleinen Fischerei- und historischen Stadthäfen eine einmalige Infrastruktur für Segler. Darüber hinaus gibt es durch die Inseln, sowie die Sunde viele geschützte Ankerplätze.
Touristische Hochburgen in diesem Teil Dänemarks sind das historische Städtchen Ærøskøbing auf der Insel Ærø, die alte Hafenstadt Faaborg auf Fünen oder das Kapitänsdorf Troense auf der Insel Tåsinge. Eine sehr beliebte Segelreise ist auch der je nach Ausgangshafen etwa 230 Meilen lange Törn rund um die Insel Fünen. Die meisten Segler nehmen sich dafür rund eine Woche Zeit.
Erfahrene Crews legen den Kurs so fest, dass sie Fünen im Uhrzeigersinn umsegeln. Der Grund sind die vorherrschenden Winde aus westlichen Richtungen in diesem Teil der Ostsee. Im manchmal rauen Kattegatt im Norden der Insel kommt bei diesem Kurs der Wind von achtern, was erheblich angenehmer ist als andersherum gegen die Kattegatt-Wellen anzukreuzen.
Alternativ ist die östliche Seite Dänemarks mit der Hauptstadt Kopenhagen eine Reise wert. Dort liegt man im geschützten Hafen neben der kleinen weltberühmten Meerjungfrau und kann von dort zu Fuß das Zentrum erreichen. Auf der Hin- oder Rückreise liegt die schöne, dänische Insel Bornholm. Dort ist eine Rundreise mit dem Auto oder bei genügend Zeit eine entsprechende Umrundung mit der Yacht unbedingt empfehlenswert.
Im Osten Deutschland befindet sich Deutschlands größte Insel Rügen mit traumhaften Buchten und kleinen Häfen.
In der Mitte der deutschen Ostsee liegt die Insel Fehmarn. Das Eiland bietet mit vier Yachthäfen als „Herz der Ostsee“ einen schönen Zwischenstopp oder ist ein idealer Ausgangspunkt bei der Törnplanung.
Hafengebühren
Die Hafengebühren liegen je nach Schiffsgröße und Hafen zwischen 10,00 und 30,00 Euro.
Marinas
Die Marinas an der deutschen und dänischen Ostseeküste sind überwiegend sehr gut ausgestattet. Üblicherweise sind Wasser und Strom vorhanden. Einkaufsmöglichkeiten und Tanken je nach Hafenlage gut möglich.
Anlegen
An der deutschen und dänischen Ostseeküste wird überwiegend in Boxen mit dem Bug zum Steg festgemacht. Alternativ gibt es Liegeplätze längsseits der Pier.
Führerscheine
In Dänemark und Schweden gelten die Vorschriften für Deutsche wie auf deutschen Gewässern: Der Sportbootführerschein See ist vorgeschrieben. Zusätzlich sollte jemand an Bord ein Funksprechzeugnis haben, in Deutschland muss es der Skipper sein.