Anreise
Von Deutschland aus ist die Anreise per Auto geeignet, da die Autobahn nach Kroatien fast fertiggestellt ist, so kann man von Zagreb bis runter nach Split die neue Autobahn nutzen. Als Alternative ist das Fliegen mit ausgesprochen günstigen Preisen zu sehen, auch die deutschen Fluggesellschaften wie Hapag- Lloyd oder German Wings fliegen immer häufiger Kroatien an. Die meisten Charterbasen liegen in der Nähe von Flughäfen wie Split, Zadar oder neuerdings Rijeka und Pula.
Einreise
Es genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass, die grüne Versicherungskarte (bei Ihrer Versicherung erhältlich) muss bei Anreise per Auto vorhanden sein.
Wassersportrevier
Bedingt durch die vielen Inseln vor der Küste Kroatiens beträgt die Entfernung von einer Insel zur nächsten meist nicht mehr als 10sm. Die Wetterverhältnisse sind als stabil zu bezeichnen. Ausnahme: der starke, teilweise sehr böige Nordostwind, genannt Bora. Durch den mittlerweile sehr guten Wetterbericht erhält man rechtzeitig eine Borawarnung, die einem noch etwa 4 bis 6 Stunden Zeit lässt, einen Hafen oder eine geschützte Bucht zu suchen. Die Navigation ist recht einfach, allgemein kann man die kroatische Küste als Anfängerrevier bezeichnen.
Wetterbericht / Wetter
Der kroatische Wetterbericht ist sehr gut und auf Kanal 69 oder 73 in englischer, italienischer und deutscher Sprache zu hören. Da leider in manchen Buchten – besonders in den Kornaten – nicht überall der Empfang gewährleistet ist, empfiehlt sich für den Urlaubstörn ein Vertrag mit einem Wetterdienst, der Wetterberichte via SMS anbietet. Das Wetter in Kroatien ist stabil, mit Ausnahme des schnell einfallenden Nordostwindes, den die einheimischen „Bora“ nennen. Dieser Wind ist böig und weht häufig sehr stark. Die Wetterberichte warnen aber rechtzeitig, so dass in den nächsten Stunden eine nach Nordost geschützte Bucht aufzusuchen ist oder aber man läuft eine naheliegende Marina an. Die Dauer dieses Starkwindes ist unterschiedlich, in den Sommermonaten tritt dieser Wind eher selten auf.
Preise / Lebenshaltungskosten
Jugoslawien galt lange Zeit als „Billigland“. Viele Gäste verwechseln diese Zeiten mit dem heutigen Kroatien. Die Preise liegen noch immer unter dem Niveau von Deutschland oder Spanien, aber in einigen sehr gefragten Orten sind die Preise den unseren schon sehr nahe.
Marinas
Kroatische Marinas entsprechen europäischen Standards, zumindest seit internationale Investoren die Marinas übernommen haben. Bedingt durch die Beliebtheit der kroatischen Gewässer sollten die Marinas rechtzeitig (in der Hochsaison bis 14.00 Uhr) angelaufen werden, besonders solche, mit attraktiven Altstädten wie Rovinij, Trogir, Split usw.. Die Preise in den Marinas sind mittlerweile sehr hoch, es empfiehlt sich, wenn möglich in den günstigeren Stadthäfen festzumachen.
Buchten
Die traumhaften Buchten Kroatiens lassen jedes Seglerherz höher schlagen. Da das Ankern nicht jedermanns Sache ist, haben die Kroaten in den begehrtesten Buchten Bojen ausgelegt, die größtenteils mit Gewichten von etwa 600kg auf dem Meeresgrund befestigt sind. Diese Bojen sind staatlich überprüft, was für die Bojen vor den „Konobas“, die von den Restaurantbesitzern ausgebracht werden, nicht immer gilt. Die Bojen vorher zu inspizieren, gehört zur guten Seemannschaft.
Gebühren
In den Nationalparks wird bei Befahren eine Eintrittsgebühr erhoben, mit der jedes Jahr experimentiert wird. Aktuelle Daten findet man unter: www.tel.hr/np-kornati
Anlegen
In Kroatien wird, wie in vielen anderen Ländern am Mittelmeer „römischkatholisch“ angelegt. Das heißt mit dem Heck zur Pier. Dieses Manöver ist für Gäste aus Deutschland ungewöhnlich, gerade verbunden mit der Aufgabe, eine Mooringleine am Bug zu befestigen. Bitte darauf achten, dass beim Rückwärtsfahren der berühmte „Radeffekt“ wirkt, Ruderwirkung wird durch einen Ruderdruck erwirkt, der erst durch Fahrt im Schiff ermöglicht wird.
Führerscheine
In Kroatien gelten die Vorschriften für Deutsche Segler wie auf deutschen Gewässern. Das heißt der Sportbootführerschein See ist vorgeschrieben. Zusätzlich muss jemand an Bord ein Funksprechzeugnis haben, es muss nicht der Skipper sein.